Über uns

Die Fertigung von Eisenbahnmodellen und Bausätzen aus Metall begann bei FREUDENREICH 1992 als nebenberufliche Tätigkeit. Anfangs wurden überwiegend Spur N-Bausätze nach ostdeutschen Vorbildern gefertigt.
1994 kam das erste Spur Z-Modell (ebenfalls nach einem ostdeutschen Vorbild). Seitdem wurde die Spur Z-Fertigung immer weiter ausgebaut, die Fertigung von Spur N-Bausätzen verlor an Bedeutung.
1996 schließlich wurde die Konstruktion und Fertigung von Spur Z-Modellen und Bausätzen zur hauptberuflichen Tätigkeit. Zu dieser Zeit gab es allein in Deutschland etwa 10 Kleinhersteller, die sich teilweise oder ausschließlich mit der Fertigung von Spur Z-Modellen samt Zubehör in Handarbeit befaßten. Das ist recht beachtlicht, bedenkt man den recht kleinen Marktanteil der Spur Z!

Mit der Beschränkung auf Schweizer und US-amerikanische Vorbilder für die Modellproduktion hat FREUDENREICH FEINWERKTECHNIK eine feste Position als Hersteller bei den internationalen Spur Z Modellbahnliebhabern.

Die frühe Präsenz im Internet 1997 (anfangs noch bei Z-WORLD) verstärkte besonders die Tätigkeit für den amerikanischen Markt. Bereits 1998 war abzusehen, daß der Konstruktions- und Fertigungsaufwand von einer einzelnen Person kaum noch zu bewältigen war. So befaßt sich seit Anfang 1999 eine bestens ausgebildete Mitarbeiterin ausschießlich mit der Montage von Handarbeitsmodellen.

Die vorhandenen Produktionsräume erwiesen sich bald als zu eng. Deshalb wurde in der kleinen Industriegemeinde Sanitz östlich von Rostock ein 400 qm großes Gewerbegrundstück für einen Firmenneubau erworben. Die derzeit ca. 50qm Gewerberaum lassen sich durch modulare Erweiterung ohne weiteres verdreifachen.
In dieser Produktionsstätte erfolgt die Modellkonstruktion, der Urmusterbau, die mechanische Fertigung, Lackierung und Beschriftung, Verpackung und Versand.
Zahlreiche ausgewählte Zulieferanten fertigen in Lohnarbeit Einzelteile nach unseren Vorgaben auf Produktionsanlagen, die ein Kleinhersteller allein ökonomisch niemals auslasten könnte.

Die hauptsächliche Konstruktionsarbeit erfolgt am Computer. Hier entstehen die Layouts für die Filme, die für den Foto-Ätzprozess nötig sind, die grafischen Arbeiten für die Reproduktion der originalgetreuen Beschriftung. Ebenfalls am PC entstehen Maßskizzen für die Unterbringung der Antriebstechnik im Lokomotiv-Modell und die konstruktive Zerlegung des Fahrwerks in fertigungstechnisch sinnvolle Einzelkomponenten.

Bevor eine Modellkonstruktion in die Serienfertigung geht, werden anhand einer Probemontage der Montageprozess optimiert und letzte Unstimmigkeiten am Modell korrigiert. Der Montageprozess beginnt mit dem Vereinzeln und Verputzen der Teile aus den Ätzplatinen und Gußästen. Das Zusammenfügen erfolgt überwiegend mittels löten, aber auch kleben. Mechanisch lösbare Funktionsteile- und Gruppen werden verschraubt.

Welch großer Aufwand allein in der Montage eines Handarbeitsmodells steckt, kann der technisch versierte Modellbauer nachvollziehen, indem er ein als Bausatz erhältliches Modell selbst zusammenfügt, lackiert und beschriftet.
Natürlich haben wir aus der Erfahrung im Umgang mit den Einzelteilen für knifflige Montageschritte spezielle Positionierwerkzeuge im Einsatz. Diese erleichtern die Arbeit und gewährleisten Maßhaltigkeit und gleichbleibende Qualität.
Die Fertigungskapazität beträgt im Jahr 2001 etwa 700 Modelle (Lokomotiven und Wagen) sowie 150 Bausätze.

Bevor jedoch ein Modell konstruiert und gefertigt werden kann, ist die Beschaffung von Unterlagen und Informationen über das Original erforderlich. Dazu werden aus der Fachliteratur, aus Archiven und Werkstätten alle verfügbaren Zeichnungen und Maßskizzen, Fotos und Beschreibungen zusammengetragen, verglichen und ausgewertet.

Letzte Unklarheiten lassen sich am Besten beseitigen, indem man das Original besichtigt und das Dienstpersonal befragt.
Auch von so außergewöhnlichen Vorbildern, wie der Zahnradlok DZeh2/4, findet man in der Literatur Zeichnungen und Fotos. Nur wie die Lok von oben aussieht, ist nirgends dokumentiert. Aber gerade diese Ansicht bietet sich dem Modellbahner am häufigsten!
Für eine exakte Nachbildung muß der Modellkonstrukteur der Originallokomotive schon aufs Dach steigen - natürlich bei abgeschalteter Fahrleitung, welche immerhin 15000 Volt führt.

Old Timer Lokomotiven, die nicht mehr im Einsatz sind, findet man gelegentlich noch in Museen. Hier ist es wichtig zu wissen, welche Lokomotive in welchem Museum steht.
Ein Exemplar des Box Cab Diesel #ZF110 steht im Eisenbahnmuseum von Baltimore.

Ende 2008 wurde das Firmengebäude um zwei 20' Containersegmente vergrößert. Mit nun 3 Mitarbeiterinnen ist es möglich, die gestiegene Kundennachfrage abzuarbeiten.